Bourgogne Cote d´Or Vieilles Vignes Chardonnay AOC BIO 2023
Du magst Chardonnay gerne etwas kräftiger, aber nicht schwer? Dann ist Rémi Jobards Bourgogne Côte d'Or eine ziemlich gute Adresse. Er hat Fülle, bleibt dabei frisch und das Holz drängt sich nicht in den Vordergrund. Die Frucht wirkt hell und eher zurückhaltend und erinnert an grünen Apfel und Zitronenmelisse. Am Gaumen zeigt der Chardonnay dann mehr von sich: saftig, mit einer guten Portion Frische und einer leicht herben Seite. Dazu kommt feiner Grip, der ihm Struktur gibt. Kein weicher, cremiger Chardonnay, der einfach nur über den Gaumen rollt. Hier passiert ein bisschen mehr. Spannend ist, woher die Trauben kommen: Die Parzellen liegen angrenzend an Meursault, zwei davon unterhalb des Premier Cru Charmes. Die Bezeichnung Bourgogne Côte d'Or grenzt die Herkunft zudem stärker ein als beim einfachen Bourgogne Blanc. Beim Ausbau arbeitet Rémy Jobard mit großen 600-Liter-Fässern von Stockinger und nur wenig neuem Holz. Seine Weine bekommen viel Zeit im Fass, über zwei Winter und werden anschließend ungefiltert abgefüllt. Das Holz soll begleiten, aber nicht den Geschmack bestimmen. Ein ziemlich guter Anfang bei Rémi Jobard. Die Meursaults können wir uns danach immer noch vornehmen.
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