Vorarlbergs erste Zeitungsredakteurin Ida Bammert-Ulmer
Biografie der ersten Zeitungsredakteurin Vorarlbergs Vorarlbergs erste Zeitungsredakteurin Ida Bammert-Ulmer war Pionierin, Abenteurerin und überzeugte Nationalsozialistin. Ab 1933 engagierte sich Bammert-Ulmer in der illegalen NSDAP, was 1934 zu ihrer Verhaftung und Ausweisung aus Österreich führte – sie war 1923 durch Heirat Schweizer Staatsbürgerin geworden. Bammert-Ulmer ließ sich in Augsburg nieder, wo sie für die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt als Pressreferentin eine neue Aufgabe fand und die schweren Bombardierungen miterlebte. Über Umwege kam Bammert-Ulmer 1945 zurück nach Dornbirn. Ihre Nachkriegsbiografie ist ein Musterbeispiel für den Umgang mit der NS-Zeit durch die Vorarlberger Gesellschaft. Von der Tradierung rassistischer und völkischer Ideen in Zeitungsartikeln, über ihre kurze Karriere im VdU und die Rückkehr in die „Mitte der Gesellschaft“ als anerkannte Journalistin. Ida Bammert-Ulmers Leben war sowohl außergewöhnlich als auch beispielhaft für das Leben Vorarlberger Frauen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ein Leben enger gesellschaftlicher Konventionen, die zu überwinden gar nicht so einfach war.
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