Callicarpa japonica 'Leucocarpa'
Herkunft und Einordnung Callicarpa japonica ‘Leucocarpa’ ist eine weißfrüchtige Form der Japanischen Schönfrucht und gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Die ursprüngliche Art Callicarpa japonica stammt aus Ostasien und ist insbesondere in Japan, Korea und China verbreitet. Dort wächst sie in lichten Wäldern, an Waldrändern und in Gebüschen. Der Gattungsname Callicarpa setzt sich aus den griechischen Wörtern kallos für Schönheit und karpos für Frucht zusammen. Er bedeutet sinngemäß „Schönfrucht“ und beschreibt damit treffend den auffälligsten Schmuck dieser Gehölze. Das Artepitheton japonica verweist auf Japan. Der Sortenname ‘Leucocarpa’ leitet sich von den griechischen Begriffen für „weiß“ und „Frucht“ ab und nimmt Bezug auf die ungewöhnlich hellen Beeren. Während die meisten bekannten Schönfrüchte im Herbst violette bis purpurfarbene Früchte tragen, zeichnet sich ‘Leucocarpa’ durch ihren reinweißen Fruchtschmuck aus. Wuchs und Blätter Callicarpa japonica ‘Leucocarpa’ entwickelt sich zu einem sommergrünen, locker aufrechten Strauch mit feinen, leicht überhängenden Zweigen. In mitteleuropäischen Gärten erreicht sie gewöhnlich etwa 1,5–2 m Höhe und eine ähnliche Breite. Die gegenständig angeordneten Blätter sind elliptisch bis lanzettlich, laufen in eine deutliche Spitze aus und besitzen einen fein gesägten Rand. Im Frühjahr erscheint das Laub frischgrün und entwickelt während des Sommers eine kräftige, mittelgrüne Färbung. Die feinen Zweige und das nicht zu dichte Laub verleihen dem Strauch eine leichte, elegante Erscheinung. Im Herbst färben sich die Blätter häufig leuchtend gelb, bevor sie abfallen. Gerade während dieser Zeit entsteht ein reizvoller Kontrast zwischen dem goldgelben Laub und den zahlreichen weißen Früchten. Blüte und Früchte Im Frühsommer, gewöhnlich im Juni und Juli, erscheinen zahlreiche kleine Blüten in den Blattachseln. Sie sind weißlich bis sehr hell rosafarben und stehen in kleinen, dicht gedrängten Blütenständen zusammen. Die einzelnen Blüten sind zierlich und treten gegenüber dem Laub nur wenig hervor. Der eigentliche Höhepunkt folgt im Spätsommer und Herbst. Dann entwickeln sich zahlreiche kleine, kugelige Früchte, die bei ‘Leucocarpa’ eine auffallend weiße Färbung besitzen. Sie sitzen in dichten Gruppen entlang der Zweige und erinnern an kleine, glänzende Perlen. Die weißen Früchte bilden einen besonders schönen Kontrast zum grünen beziehungsweise später gelben Herbstlaub. Nach dem Laubfall treten die dicht besetzten Zweige noch deutlicher hervor. Je nach Witterung und Fruchtbehang können die Früchte bis in den Winter hinein am Strauch verbleiben. Besonderheiten und Kulturgeschichte Die Schönfrüchte gehören zu den auffälligsten fruchttragenden Ziersträuchern des Herbstes. Besonders bekannt sind die violett fruchtenden Arten und Sorten, die im Gartenbau häufig unter dem Namen Liebesperlenstrauch angeboten werden. Die weißfrüchtige Form ‘Leucocarpa’ besitzt dagegen eine ganz eigene Wirkung. Ihr heller Fruchtschmuck wirkt zurückhaltender und zugleich ungewöhnlich elegant. In Japan werden verschiedene Schönfruchtarten seit Langem als Ziergehölze geschätzt. Auch ihre fruchttragenden Zweige finden in floristischen Gestaltungen Verwendung. Die Japanische Schönfrucht ist dort unter dem Namen „Murasaki-shikibu“ bekannt, einer Bezeichnung, die auch mit der berühmten japanischen Schriftstellerin Murasaki Shikibu verbunden ist. Die weißfrüchtigen Formen werden in Japan als „Shiro-shikibu“ bezeichnet. In europäischen Gärten ist ‘Leucocarpa’ wesentlich seltener anzutreffen als die bekannten violett fruchtenden Schönfrüchte. Gerade für Liebhaber ungewöhnlicher Gehölze ist sie deshalb eine reizvolle Besonderheit. Standort und Pflege Callicarpa japonica ‘Leucocarpa’ bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Besonders günstig sind humose, nährstoffreiche und gut durchlässige Gartenböden. Der Boden sollte während der Wachstumszeit ausreichend Feuchtigkeit bieten, ohne dauerhaft nass zu sein. In voller Sonne kann sich ein besonders reicher Fruchtbehang entwickeln, sofern die Wasserversorgung stimmt. Während der Anwachsphase sollte regelmäßig gewässert werden. Auch ältere Pflanzen profitieren während längerer sommerlicher Trockenperioden von zusätzlicher Feuchtigkeit. Eine Mulchschicht aus Laubkompost oder Rindenhumus hilft, den Boden vor übermäßiger Austrocknung zu schützen. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Bei Bedarf können im zeitigen Frühjahr ältere oder ungünstig stehende Triebe entfernt werden. Ein maßvoller Auslichtungsschnitt erhält die natürliche Wuchsform und fördert die Entwicklung kräftiger neuer Zweige. Starke jährliche Rückschnitte sind für eine schöne Entwicklung nicht notwendig. Klimatische Aspekte Callicarpa japonica besitzt eine gute Winterhärte und wird in der internationalen Gartenliteratur häufig den USDA-Winterhärtezonen 5–8 zugeordnet. Für die weißfrüchtige Form ‘Leucocarpa’ liegen weniger eigenständige Angaben zur Frostverträglichkeit vor. An geeigneten Standorten ist eine Freilandkultur in vielen mitteleuropäischen Regionen möglich. Junge Pflanzen profitieren während der ersten Winter von einer schützenden Mulchschicht über dem Wurzelbereich. Bei stärkeren Frösten können einzelne Triebe zurückfrieren. Gut eingewachsene Pflanzen treiben im Frühjahr gewöhnlich wieder aus. Ein sonniger bis halbschattiger, möglichst windgeschützter Standort mit ausreichend durchlässigem Boden bietet günstige Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung. Während längerer sommerlicher Trockenperioden sollte auf eine ausreichende Wasserversorgung geachtet werden. Praxistipp Die weißfrüchtige Japanische Schönfrucht ist ein außergewöhnlicher Zierstrauch für kleinere Gärten, Vorgärten und gemischte Gehölzpflanzungen. Besonders eindrucksvoll wirkt sie vor dunkellaubigen oder immergrünen Gehölzen, deren Laub einen schönen Hintergrund für die weißen Früchte bildet. Auch in Kombination mit herbstfärbenden Sträuchern entsteht ein reizvolles Gartenbild. Als einzelner Strauch kann ‘Leucocarpa’ ihre elegante Wuchsform und den ungewöhnlichen Fruchtschmuck besonders gut entfalten. Wer die weißen Früchte möglichst lange genießen möchte, sollte die fruchttragenden Zweige im Herbst nicht zurückschneiden. Ein heller Standort mit humosem, ausreichend frischem Boden fördert eine kräftige Entwicklung. Mit ihren zahlreichen weißen Früchten, dem goldgelben Herbstlaub und der eleganten Gestalt ist Callicarpa japonica ‘Leucocarpa’ eine außergewöhnliche Alternative zu den bekannten violett fruchtenden Liebesperlensträuchern.
Specifications
- Topfgröße
- 9er, 20/20, 30/40
Variants (3)
- 9er — 7.50 EUR — Out of stock
- 20/20 — 10.00 EUR — Out of stock
- 30/40 — 12.00 EUR — In stock
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