Kanoniker und Kapläne um die Kathedra
Das Werk steht in der Tradition der mitteleuropäischen Domkapitelforschung, in der Brixen durch die bahnbrechenden Studien von Leo Santifaller und seines Schülers Karl Wolfsgruber schon früh eine Pionierrolle einnahm. Das vorliegende Werk ergänzt diese Arbeiten, deren Gegenstand die Domkapitulare sind, für den niederen Klerus. Diese Gruppe war vor 1803, als die Kapitulare durch weltliche Agenden stark beansprucht waren, ein wesentlicher und von 1803 bis 1826, als das Domkapitel aufgehoben war, der alleinige Träger der Kathedralliturgie. Auch die Chorherren des bis 1808 bestehenden Kollegiatstifts im Kreuzgang werden mitberücksichtigt. Methodisch schließt die Studie an die in den letzten Jahren hoch entwickelte mitteleuropäische Stiftskirchenforschung (Peter Moraw, Enno Bünz, Oliver Auge) an; hinzu kommt ein liturgiegeschichtlicher Ansatz. In Ihrer umfassenden Gesamtkonzeption darf sie den Anspruch erheben, innerhalb der Germania Sacra Neuland zu erschließen. Die gründliche prosopographische Auswertung der Daten weitet den Blick in viele Richtungen.
AI Readiness
Good foundation, but some important product data is still missing.