Acer wilsonii

Acer wilsonii

Brand: Wilson Ahorn
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Herkunft und Einordnung Acer wilsonii, der Wilson-Ahorn, ist ein sommergrüner Baum aus der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Seine Heimat liegt in den Bergwäldern Chinas, insbesondere in den südlichen und zentralen Landesteilen. Die Art wächst dort in Höhenlagen von etwa 900–2.000 m. In der botanischen Literatur werden außerdem Vorkommen in angrenzenden Regionen Südostasiens genannt. Der Wilson-Ahorn gehört zur Sektion Palmata und innerhalb dieser zur Serie Sinensia, einer Gruppe ostasiatischer Ahorne mit häufig elegant gelappten Blättern. Seinen Namen erhielt er zu Ehren des britischen Pflanzenforschers Ernest Henry Wilson (1876–1930), der während mehrerer Expeditionen zahlreiche bis dahin in Europa unbekannte Gehölze in China sammelte. Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte 1905 durch Alfred Rehder und erschien in Charles Sprague Sargents Werk Trees and Shrubs. Wuchs und Blätter Acer wilsonii entwickelt sich zu einem mittelgroßen, sommergrünen Baum mit aufrechtem Stamm und einer zunächst lockeren, später breiter werdenden Krone. In seiner Heimat erreicht er etwa 10–15 m Höhe. Auch in Kultur kann er sich bei geeigneten Bedingungen zu einem stattlichen Baum entwickeln. Die Rinde ist an jüngeren Bäumen glatt und dunkelbraun. Junge Zweige sind schlank und weitgehend unbehaart. Besonders charakteristisch ist das Laub. Die Blätter sind meist dreilappig, gelegentlich treten zusätzliche kleinere Lappen an der Blattbasis auf. Sie erreichen ungefähr 7–12 cm Länge und 9–12 cm Breite. Die einzelnen Blattlappen sind länglich bis lanzettlich und laufen häufig in auffallend lange, schmale Spitzen aus. Der Blattrand ist überwiegend glatt und besitzt höchstens im äußeren Bereich vereinzelte kleine Zähne. Die Blattoberseite ist grün, die Unterseite heller. Im jungen Austrieb können die Blätter bronzefarbene Töne zeigen. Im Herbst verfärbt sich das Laub überwiegend gelb. Eine gewisse Ähnlichkeit besteht zu Acer elegantulum, der ebenfalls zur Serie Sinensia gehört. Dieser besitzt jedoch gewöhnlich fünf, teilweise sogar sieben stärker und feiner gezähnte Blattlappen. Bei Acer wilsonii dominieren dagegen die drei meist ganzrandigen, lang zugespitzten Lappen. Blüte und Früchte Im April erscheinen die kleinen Blüten in lockeren, etwa 5–6 cm langen, rispenartigen Blütenständen. Die Blüten besitzen fünf grünliche Kelchblätter und fünf weiße Kronblätter. Ihre zierliche Erscheinung unterscheidet sich deutlich von den auffallenden Blütenständen mancher anderer Ahornarten. Aus den Blüten entwickeln sich paarweise angeordnete Flügelfrüchte. Die einzelnen Samaras erreichen einschließlich des Flügels etwa 2,5–3 cm Länge. Die Fruchtflügel stehen weit auseinander und können eine nahezu waagerechte Stellung einnehmen. Die Früchte reifen im Herbst, gewöhnlich im September und Oktober. Besonderheiten und Kulturgeschichte Der Name des Wilson-Ahorns erinnert an einen der bedeutendsten Pflanzenjäger des frühen 20. Jahrhunderts. Ernest Henry Wilson wurde 1876 in England geboren und unternahm ab 1899 mehrere ausgedehnte Sammelreisen nach China. Zunächst arbeitete er für die britische Baumschule Veitch, später für das Arnold Arboretum der Harvard University in den Vereinigten Staaten. Seine Expeditionen führten ihn in schwer zugängliche Gebirgsregionen, in denen er zahlreiche Gehölze sammelte, die später in europäischen und nordamerikanischen Gärten Verbreitung fanden. Besonders bekannt wurde Wilson durch seine Einführungen von Ziergehölzen wie dem Taschentuchbaum (Davidia involucrata) und verschiedenen Hortensien, Magnolien und Ahornarten. Acer wilsonii gehört zu den chinesischen Ahornen, deren wissenschaftliche Erforschung eng mit dieser Epoche verbunden ist. Botanisch ist die Art auch wegen ihrer wechselnden Einordnung interessant. Zeitweise wurde sie als Unterart des Himalaya-Ahorns Acer campbellii betrachtet und unter dem Namen Acer campbellii subsp. wilsonii geführt. Spätere Untersuchungen bestätigten jedoch deutliche Unterschiede. Während Acer campbellii gewöhnlich stärker gelappte und gezähnte Blätter besitzt, fallen beim Wilson-Ahorn die überwiegend dreilappigen, fast ganzrandigen Blätter auf. Heute wird Acer wilsonii wieder als eigenständige Art anerkannt. In europäischen Gehölzsammlungen ist der Wilson-Ahorn vergleichsweise selten. Er gehört zu jenen asiatischen Ahornarten, deren besondere Wirkung weniger auf auffälligen Blüten als auf der eleganten Blattgestalt und dem natürlichen Kronenaufbau beruht. Standort und Pflege Der Wilson-Ahorn bevorzugt einen geschützten Standort in Sonne bis Halbschatten. Besonders günstig sind humose, nährstoffreiche und gut durchlässige Böden mit gleichmäßiger Feuchtigkeit. Die Art verträgt unterschiedliche Bodenarten, sofern keine dauerhafte Staunässe entsteht. Ein leicht beschatteter Standort mit Schutz vor intensiver Mittagssonne ist vor allem bei jungen Pflanzen günstig. Während längerer Trockenperioden sollte der Boden ausreichend feucht gehalten werden. Eine lockere Mulchschicht aus Laubhumus kann helfen, die Bodenfeuchtigkeit ausgeglichen zu halten. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Der Baum entwickelt seine natürliche Kronenform weitgehend ohne Eingriffe. Falls Korrekturen notwendig werden, sollten sie möglichst zurückhaltend erfolgen. Klimatische Aspekte Acer wilsonii stammt aus Bergwäldern mit gemäßigten bis warmgemäßigten Klimabedingungen. Die Art wird in internationalen Gehölzquellen überwiegend den USDA-Winterhärtezonen 7–8 zugeordnet. Die Royal Horticultural Society bewertet sie mit H4, entsprechend etwa −10 bis −5 °C. Damit ist der Wilson-Ahorn weniger frosthart als viele in Mitteleuropa verbreitete Ahornarten. Für eine dauerhafte Kultur sind geschützte Standorte mit möglichst ausgeglichenem Kleinklima günstig. Besonders junge Pflanzen können bei stärkeren Frösten Schäden erleiden. Auch längere Trockenperioden und starke sommerliche Hitze können die Entwicklung beeinträchtigen, wenn der Boden nicht ausreichend Feuchtigkeit bereitstellt. Praxistipp Der Wilson-Ahorn ist vor allem ein Gehölz für Liebhaber seltener asiatischer Ahorne und für geschützte Gartenstandorte. Seine langen, schmal zugespitzten Blattlappen kommen besonders gut zur Geltung, wenn der Baum nicht zu dicht zwischen anderen Gehölzen steht. Wer verschiedene Arten der Serie Sinensia kultiviert, kann an Acer wilsonii und Acer elegantulum die Unterschiede innerhalb dieser interessanten Ahorngruppe besonders schön beobachten. Für die Pflanzung empfiehlt sich ein windgeschützter Platz mit humosem, ausreichend frischem Boden. Auf eine regelmäßige Düngung kann bei guter Bodenversorgung in der Regel verzichtet werden.

Specifications
Größe
10/20, 20/40, 40/60
Variants (3)
  • 10/20 — 12.00 EUR — Out of stock
  • 20/40 — 15.00 EUR — In stock
  • 40/60 — 22.00 EUR — Out of stock

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