Cocculus orbiculatus (syn.C.trilobus)

Cocculus orbiculatus (syn.C.trilobus)

Brand: Mondsame
SKU: coorb
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Herkunft und Einordnung Cocculus orbiculatus gehört zur Familie der Mondsamengewächse (Menispermaceae). Die Art besitzt ein ungewöhnlich großes natürliches Verbreitungsgebiet, das vom östlichen Himalaya über weite Teile Ost- und Südostasiens bis nach Japan und auf Inseln des Pazifiks reicht. In China wächst sie unter anderem in lichten Wäldern, Gebüschen, an Waldrändern und in der Nähe von Siedlungen, vom Tiefland bis in Höhen von etwa 1.200 m. Botanisch ist der Name derzeit etwas in Bewegung. Cocculus orbiculatus ist der lange gebräuchliche und noch immer vielfach verwendete Name. Nach neueren molekulargenetischen Untersuchungen wird die Art von Plants of the World Online inzwischen als Nephroia orbiculata geführt; Cocculus orbiculatus gilt dort als Synonym. Das Artepitheton „orbiculatus“ bedeutet rund bzw. kreisförmig und nimmt Bezug auf die häufig rundlichen Blattformen. Allerdings zeigt gerade diese Art, wie variabel Blätter sein können: Sie reichen von schmal und länglich über eiförmig bis rundlich, herzförmig oder sogar drei- bis fünflappig. Wuchs und Blätter Cocculus orbiculatus wächst als sommergrüne, verholzende Kletterpflanze. Ihre langen Triebe winden sich um geeignete Stützen und können mehrere Meter Höhe erreichen. An Rankgerüsten, Zäunen oder in lockeren Gehölzen lässt sie sich deshalb gut in die Höhe führen. Besonders interessant ist das variable Laub. Die meist 3 bis 8 cm langen Blätter können rundlich, breit eiförmig, elliptisch oder länglich ausgebildet sein. Gelegentlich treten sogar gelappte Blätter auf. Der Blattrand ist ganzrandig. Durch diese unterschiedlichen Blattformen kann ein Exemplar auf den ersten Blick beinahe so wirken, als trüge es Blätter verschiedener Pflanzen. Blüte und Früchte Die kleinen Blüten erscheinen in achsel- oder endständigen Blütenständen. Sie besitzen jeweils sechs Kelch- und sechs Kronblätter und bleiben aufgrund ihrer geringen Größe eher unauffällig. Eine Besonderheit ist die Zweihäusigkeit der Art: Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Die männlichen Blüten besitzen sechs Staubblätter, während die weiblichen Blüten sechs Fruchtblätter und kleine, zurückgebildete Staubblätter tragen. Für einen zuverlässigen Fruchtansatz müssen daher männliche und weibliche Pflanzen vorhanden sein. Nach erfolgreicher Bestäubung entwickeln sich an weiblichen Pflanzen kleine, rundliche Steinfrüchte von etwa 7 bis 8 mm Durchmesser. Sie färben sich zur Reife rot bis rötlich-purpur und bilden einen auffälligen Kontrast zum grünen Laub. Besonderheiten und Kulturgeschichte In China ist die Pflanze unter dem Namen „Mu Fang Ji“ bekannt. Verschiedene Pflanzenteile wurden dort und in anderen Teilen Asiens traditionell verwendet. Auch aus Vietnam und Thailand sind ethnobotanische Nutzungen überliefert. Interessant ist außerdem die botanische Geschichte der Art. Carl von Linné beschrieb sie bereits 1753 als Menispermum orbiculatum. Augustin-Pyrame de Candolle stellte sie 1817 als Cocculus orbiculatus in die Gattung Cocculus. Unter diesem Namen war sie mehr als zwei Jahrhunderte bekannt. Molekulargenetische Untersuchungen der Familie Menispermaceae führten schließlich zu einer erneuten Bewertung ihrer Verwandtschaft. 2020 wurde die Gattung Nephroia wieder aufgegriffen und die Art als Nephroia orbiculata eingeordnet. Damit trägt diese unscheinbare Kletterpflanze gewissermaßen ein kleines Stück botanischer Wissenschaftsgeschichte mit sich: von Linnés erster Beschreibung über die klassische Systematik des 19. Jahrhunderts bis zur modernen Einordnung anhand genetischer Untersuchungen. Standort und Pflege Cocculus orbiculatus wächst am Naturstandort unter anderem an Waldrändern, in lichten Wäldern und Gebüschen. Im Garten eignet sich ein sonniger bis halbschattiger Platz mit humosem und gut durchlässigem Boden. Eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit ist günstig, dauerhaft vernässte Standorte sollten vermieden werden. Als Schlingpflanze benötigt sie eine geeignete Rankhilfe oder andere Gehölze, an denen sich ihre Triebe emporwinden können. Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. Zu lange oder störende Triebe können jedoch problemlos zurückgenommen werden. Klimatische Aspekte Aufgrund ihres sehr großen natürlichen Verbreitungsgebietes kommt Cocculus orbiculatus unter unterschiedlichen klimatischen Bedingungen vor. Angaben zur Winterhärte kultivierter Pflanzen sind allerdings nicht ganz einheitlich. An geschützten Standorten kann die Art auch in mitteleuropäischen Gärten kultiviert werden. Besonders bei jungen Pflanzen empfiehlt sich in den ersten Standjahren ein geschützter Platz. Ein gut drainierter Boden ist im Winter von Vorteil. Nach guter Einwurzelung können ältere Pflanzen robuster werden. In ausgesprochen kalten Lagen ist ein geschützter Standort dennoch empfehlenswert. Praxistipp Cocculus orbiculatus ist eine interessante Wahl für alle, die ungewöhnliche Klettergehölze sammeln. Besonders reizvoll ist das wechselnde Erscheinungsbild der Blätter – von fast kreisrund bis deutlich gelappt kann an einer Pflanze einiges vertreten sein. Wer die roten Früchte sehen möchte, sollte allerdings einen wichtigen Punkt beachten: Da die Art zweihäusig ist, werden männliche und weibliche Pflanzen benötigt. Bei einzeln angebotenen Sämlingspflanzen lässt sich das Geschlecht vor der ersten Blüte in der Regel nicht erkennen.

Specifications
Topfgröße
9er, C1
Variants (2)
  • 9er — 7.50 EUR — In stock
  • C1 — 10.00 EUR — Out of stock

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