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Militanter Aktivismus und symbolische Politik in der Frauenbewegung

Brand: Marta Press UG
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Wie wird aus politischer Ohnmacht und patriarchaler Bevormundung bis hin zu Unterdrückung Gegenmacht und Widerstand? Die Suffragetten beantworteten diese Frage mit militantem Protest, strategischer Inszenierung und kalkuliertem Regelbruch. Ihr Kampf um das Frauenwahlrecht war zugleich ein Kampf um neue Narrative, Körperpolitiken, Symbole und deren Deutungen. Die Diskussion innerhalb der Frauenbewegung um Militanz und Gewaltanwendung wurde zudem kontrovers und entlang der Frage von Geschlechter-Klassen-Verhältnissen geführt. Jana Günther analysiert die Suffragettenbewegung als frühes Beispiel moderner Protestpolitik. Sie zeigt, wie Demonstrationen, Hungerstreiks, Sachbeschädigungen, Märtyrerinnenkult und mediale Provokationen strategisch eingesetzt wurden, um eine politische Ordnung herauszufordern, die Frauen systematisch ausschloss. Die Bewegung wird dabei weder heroisiert noch pathologisiert, sondern als komplexe Akteurin politischer Kommunikation sichtbar gemacht. Die umfassend überarbeitete, zweite Auflage macht deutlich, warum diese Geschichte weit über die Frauenwahlrechtsbewegung hinausweist: Sie eröffnet einen Blick auf die Dynamiken von Aktivismus, Gewalt, Symbolpolitik und Öffentlichkeit, die auch gegenwärtige soziale Bewegungen prägen. Ein Buch über die Suffragetten — und über die Frage, wann Protest politisch wirksam wird.

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