Betula nana
Betula nana, die Zwergbirke, ist ein sommergrüner Kleinstrauch aus der Familie der Birkengewächse. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht von Grönland und Nordeuropa bis nach Westsibirien. Weiter südlich kommt sie vor allem in kühlen Gebirgslagen vor. Die Zwergbirke wächst im Fjell, in der Tundra, in Mooren und auf subarktischen Heiden. Ihr deutscher Name und das lateinische Artepitheton nana beziehen sich auf den niedrigen, häufig bodennahen Wuchs. Wuchs und Blätter Der dicht verzweigte Strauch wächst niedrig, breit ausladend und teilweise mattenartig. Meist erreicht er etwa 30 bis 70 Zentimeter Höhe; an geeigneten Standorten kann er annähernd einen Meter hoch werden. Die niederliegenden bis aufsteigenden Zweige können bei Bodenkontakt Wurzeln bilden. Die rundlichen bis nierenförmigen Blätter werden gewöhnlich etwa 5 bis 15 Millimeter lang. Sie besitzen einen grob gekerbten bis fein gezähnten Rand und eine leicht glänzende, mittel- bis dunkelgrüne Oberfläche. Im Herbst verfärbt sich das Laub kräftig gelb, orangegelb bis rötlich. Blüte und Früchte Im Frühjahr erscheinen mit dem Laubaustrieb kleine, braune bis gelblich braune Kätzchen. Männliche und weibliche Blüten stehen in getrennten Kätzchen, befinden sich jedoch an derselben Pflanze. Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich aufrechte, ungefähr einen Zentimeter lange Fruchtkätzchen. Darin sitzen zahlreiche sehr kleine, schmal geflügelte Nussfrüchte, die im Spätsommer und Herbst reifen. Besonderheiten und Kulturgeschichte Carl von Linné begegnete der Zwergbirke 1732 während seiner Reise durch Lappland. Die wissenschaftliche Beschreibung unter dem bis heute anerkannten Namen Betula nana veröffentlichte er 1753. Die Art kann ungewöhnlich alt werden. An einem Stamm aus Südostgrönland wurden 147 Jahresringe gezählt. Da sich niederliegende Zweige bewurzeln und eigenständig weiterwachsen können, dürften manche Pflanzenverbände noch wesentlich älter sein. Standort und Pflege Geeignet sind sonnige bis halbschattige, möglichst kühle Standorte. Bevorzugt werden humusreiche, frische bis feuchte und ausreichend durchlässige Böden. Torfige und saure Substrate entsprechen vielen natürlichen Standorten; schwach saure bis neutrale Gartenböden werden ebenfalls vertragen. Der Boden sollte nicht vollständig austrocknen, zugleich aber auch nicht über längere Zeit vernässt bleiben. Weniger geeignet sind stark verdichtete Lehmböden sowie heiße, trockene Pflanzplätze. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Müssen einzelne Zweige entfernt werden, erfolgt dies am besten während der Ruhezeit vom Spätsommer bis zum frühen Winter. Klimatische Aspekte WHZ: 2 Die Zwergbirke ist ausgesprochen frosthart und wird von der Royal Horticultural Society mit H7 bewertet. Strenge Winter bereiten gut eingewurzelten Pflanzen gewöhnlich keine Schwierigkeiten. Kritischer sind lang anhaltende sommerliche Hitze und ein warmer, austrocknender Wurzelbereich. Eine lockere Mulchauflage hilft, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren und den Boden im Sommer kühl zu halten. Praxistipp Die Zwergbirke eignet sich für Moorbeete, Heidegärten, kühl gelegene Steingärten und größere Pflanztröge. In einem stark aufgeheizten, trockenen Steingarten fühlt sich die Pflanze dagegen nicht wohl. Langfristig sollte ungefähr ein Meter seitlicher Platz eingeplant werden. Niedrige Vaccinium-Arten, Moorheiden, kleine Gräser und Seggen passen zu ihrem feinen, ausladenden Wuchs.
Specifications
- Topfgröße
- 20/30, 30/40, 60/80, 80/100
Variants (4)
- 20/30 — 9.50 EUR — In stock
- 30/40 — 12.00 EUR — Out of stock
- 60/80 — 18.00 EUR — Out of stock
- 80/100 — 22.00 EUR — Out of stock
How AI sees this product
The more complete this product's details, the more confidently AI assistants can understand and recommend it.