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Museuminsel

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Die Museumsinsel in Berlin gilt als eines der bedeutendsten Kulturzentren Europas. Doch welche Geschichten verbergen sich hinter den Sammlungen und den Institutionen? Diese dekoloniale Stadtführung lädt dazu ein, die Museumsinsel aus einer kritischen Perspektive zu betrachten und die kolonialen, monarchischen und globalen Verflechtungen sichtbar zu machen, die bis heute nachwirken. Im Mittelpunkt stehen die Kulturgüter des Humboldt Forums, Neuen Museums und des Pergamonmuseums, wie die Nofretete, Beninbronzen und der Pergamonaltar. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, unter welchen historischen Bedingungen die Objekte nach Berlin gelangten und welche Debatten um Restitution, Besitz und Erinnerungskultur gegenwärtig geführt werden. Auf unserem Rundgang begegnen wir zudem dem Erbe der Hohenzollern. Vorbei an der Hohenzollerngruft werfen wir einen Blick auf die Rolle der preußischen Monarchie und ihre Verbindungen zu kolonialen Projekten und imperialen Machtansprüchen. Im Deutschen Historischen Museum widmen wir uns einem berühmten Gemälde, das Einblicke in die Selbstinszenierung von Herrschaft und Nation bietet und die Konstruktion deutscher Geschichte kritisch hinterfragt. Ein weiterer Schwerpunkt der Tour ist der Aufenthalt des afroamerikanischen Intellektuellen und Bürgerrechtlers W. E. B. Du Bois an der damaligen Friedrich-Wilhelms-Universität. Seine Zeit in Berlin und seine Auseinandersetzung mit Fragen von Rassismus, Kolonialismus und globaler Ungleichheit eröffnen Perspektiven, die bis in die Gegenwart reichen. Die Führung verbindet Kunst, Geschichte und Erinnerungspolitik und lädt dazu ein, die Museumsinsel als Ort vielfältiger und miteinander verwobener Geschichten neu zu entdecken.

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